1/2026 Revolving Kreditkarten
Kreditkarten bieten Flexibilität – bergen aber auch Risiken. Besonders sogenannte Revolving-Kreditkarten können teuer werden: Offene Beträge werden automatisch in Raten weitergeführt und mit hohen Zinsen belastet. Wer Kreditkarten vergleicht, erkennt solche Kostenfallen frühzeitig und wählt eine Karte, die wirklich zu den eigenen finanziellen Bedürfnissen passt.
2/2026 Regierungsentwurf zum Altersvorsorgedepot
🧾 1. Neue Produktkategorie: Altersvorsorgedepot
- Einführung eines staatlich geförderten Wertpapierdepots
- ohne verpflichtende Garantien (großer Systemwechsel)
- Parallel weiter möglich:
- Produkte mit 100 % Garantie
- Produkte mit 80 % Garantie
👉 Kernidee: mehr Rendite durch Kapitalmarkt (ETFs/Fonds), weniger Zwangssicherheit
💰 2. Förderung (sehr konkret geregelt)
Das bisherige Riester-System wird komplett umgebaut:
Neue Zulagenlogik (beitragsabhängig)
- 30 % Förderung auf Einzahlungen bis 1.200 €
- 20 % Förderung auf weitere 600 €
- 👉 Maximal:
- 1.800 € Einzahlung
- bis zu 480 € Zulage/Jahr (später 540 € geplant)
Zusatzförderung
- Kinder: bis 300 € pro Kind
- Berufseinsteiger: einmalig 200 € Bonus
👉 Wichtig: Förderung hängt nur noch von Einzahlungen ab, nicht mehr vom Einkommen
📈 3. Anlagevorgaben
- Erlaubt:
- ETFs
- Fonds
- Anleihen
- Nicht erlaubt:
- Einzelaktien
- spekulative Produkte
👉 Ziel: breite Streuung + Verbraucherschutz
🧑💼 4. Zielgruppe & Zugang
- Vor allem:
- Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung
- Teilweise auch:
- bestimmte Selbstständige (z. B. Künstlersozialkasse)
👉 politisches Ziel: breitere Nutzung als bei Riester
🔄 5. Flexibilität & Wettbewerb
- Anbieterwechsel soll einfacher werden
- Anbieter müssen ein Standardprodukt anbieten:
- einfach
- kostengedeckelt
- voreingestellte Anlagestrategie
👉 Vergleichbarkeit + weniger „teure Fehlprodukte“
💸 6. Kostenregeln
- Kosten werden begrenzt:
- Abschluss- und Vertriebskosten über Laufzeit verteilt
- Kostendeckel im Standardprodukt vorgesehen
👉 klare Lehre aus Riester (zu teuer)
🧾 7. Steuern
- Ansparphase:
- steuerfrei (keine Abgeltungsteuer)
- Auszahlung:
- nachgelagerte Besteuerung
👉 klassisches Altersvorsorgeprinzip
🔒 8. Auszahlung
- Beginn: etwa zwischen 65–70 Jahren
- Optionen:
- lebenslange Rente
- Auszahlplan
- bis zu 30 % Einmalentnahme möglich
📅 9. Zeitplan
- Start geplant: 1. Januar 2027
🧠 Was ist der entscheidende Unterschied?
Der Entwurf bricht mit einem zentralen Prinzip der alten Riester-Rente:
👉 Garantien sind nicht mehr Pflicht
Das ist politisch der größte Paradigmenwechsel:
- früher: Sicherheit zuerst
- jetzt: Rendite + Kapitalmarktbeteiligung im Fokus
⚖️ Kurzfazit
Der Regierungsentwurf bedeutet:
- ✔ deutlich einfachere Förderung
- ✔ stärkerer Fokus auf ETFs/Fonds
- ✔ weniger Garantien → mehr Renditechance
- ✔ klar regulierte Kosten
- ❗ dafür mehr Marktrisiko
3/2026 Welcher Broker für dein Depot
Der Markt teilt sich im Wesentlichen in zwei Lager: Neobroker (extrem günstig, Fokus auf App) und Direktbanken (etwas teurer, aber mehr Service und Handelsplätze).
1. Die Top-Neobroker (Ideal für Sparpläne & Kostenbewusste)
Diese Anbieter verlangen in der Regel keine Depotgebühren und bieten kostenlose ETF-Sparpläne an.
Scalable Capital (Free Broker): Gehört in fast allen Tests zu den absoluten Spitzenreitern. Bietet eine riesige Auswahl an kostenlosen ETF- und Aktiensparplänen (über 2.800 ETFs). Einzelorders kosten schlanke 0,99 € (über den Handelsplatz gettex). Zudem gibt es oft attraktive Zinsen auf das nicht investierte Guthaben auf dem Verrechnungskonto.
Smartbroker+ & Traders Place: Beide teilen sich bei vielen aktuellen Tests (z. B. Biallo, Finanzfluss) die vordersten Plätze. Sie kombinieren die extrem niedrigen Preise eines Neobrokers (0 € pro Order ab 500 € Einkaufswert über gettex) mit einer deutlich größeren Auswahl an Handelsplätzen (auch klassische deutsche Börsen und Xetra).
Trade Republic: Der wohl bekannteste Neobroker. Besticht durch eine sehr intuitive App und das Modell „1 € pro Einzelorder“. Alle ETF- und Aktiensparpläne sind dauerhaft kostenlos. Auch hier gibt es oft eine attraktive Verzinsung des Verrechnungskontos.
Finanzen.net Zero: Ebenfalls sehr beliebt, da der Handel ab 500 € Ordervolumen komplett ohne Ordergebühren auskommt.
2. Die Top-Direktbanken (Ideal für All-in-One-Lösungen)
Sie sind etwas teurer bei Einzelorders, bieten dafür aber das gewohnte Banking-Umfeld und oft besseren telefonischen Service.
ING (Direkt-Depot): Der Dauersieger unter den Direktbanken. Das Depot ist kostenlos und alle über 1.000 ETF-Sparpläne werden ohne Kaufgebühren ausgeführt. Nur der Einzelkauf von Aktien ist mit Grundgebühren (ab 4,90 € + 0,25 %) spürbar teurer als bei Neobrokern. Perfekt, wenn du dein Girokonto und dein Depot bei derselben Bank haben möchtest.
Flatex: Gilt traditionell als der Broker für Vieltrader, die verlässliche Profi-Tools und den Handel an Auslandsbörsen suchen, ohne die hohen Gebühren von Filialbanken zu zahlen.
In 4 Schritten zum richtigen Broker für dich
Um herauszufinden, welcher dieser Anbieter am besten zu dir passt, solltest du dir folgende Fragen stellen:
Schritt 1: Was ist deine Strategie?
Der Sparer: Wenn du einfach nur monatlich einen ETF (z. B. auf den MSCI World) besparen willst, reicht ein günstiger Neobroker wie Scalable Capital oder Trade Republic bzw. die ING völlig aus.
Der Trader: Wenn du aktiv Einzelaktien kaufst und verkaufst, sind Traders Place, Smartbroker+ oder Finanzen.net Zero wegen der wegfallenden Ordergebühren bei größeren Summen oft im Vorteil.
Schritt 2: App oder Desktop?
Neobroker sind „Mobile First“ optimiert. Wenn du deine Finanzen zwingend am großen PC-Bildschirm mit tiefgehenden Analysen verwalten willst, bieten Direktbanken oder Broker wie Scalable Capital und Smartbroker+ bessere Desktop-Oberflächen als reine App-Anbieter.
Schritt 3: Steuern (Wichtig bei ausländischen Brokern)
Achte darauf, dass der Broker steuereinfach ist (das gilt für alle oben genannten, wenn du in Deutschland wohnst). Das bedeutet, dass die Bank die deutsche Abgeltungsteuer automatisch ans Finanzamt abführt. Broker mit Sitz im Ausland (z. B. eToro oder Trading 212) tun das oft nicht – das bedeutet spürbaren Mehraufwand bei der Steuererklärung.
Schritt 4: Die Einlagensicherung prüfen
Achte darauf, dass die partnerführende Bank des Brokers der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt (in der EU sind damit bis zu 100.000 € Cash auf dem Verrechnungskonto geschützt). Deine Wertpapiere (Aktien/ETFs) selbst sind ohnehin Sondervermögen – geht der Broker pleite, gehören sie immer noch dir und sind absolut sicher.